Sinkende HIV-Raten in Simbabwe

Der Anteil der Erwachsenen in Simbabwe, die mit HIV infiziert sind, ist von 2002 bis 2004 deutlich gesunken. Bei Schwangeren ist die Rate von 24,6 % auf 21,3 % zurück gegangen. Damit ist Simbabwe - nach Uganda - das zweite Land im Südlichen Afrika, in dem es gelingt, die Epidemie sichtbar zurück zu drängen.

Die neue HIV-Rate von rund 20% aller Erwachsenen (15-49 Jahre) ist immer noch sehr hoch, gewiss kein Grund zur Entwarnung, aber dass es gelungen ist, die Kehrtwende einzuleiten, ist ein grosser Erfolg der Präventionsarbeit der verschiedenen Akteure.

Es scheint, dass die Menschen ihr Verhalten geändert haben: sie haben weniger sexuelle Partner und benutzen häufiger Kondome beim Verkehr mit unregelmässigen Partnern. Jedoch besteht wegen der grossen Armut und ungleichen Chancen von Frauen die Gefahr eines neuerlichen Anstiegs der Infektionsrate.

Erstmals veröffentlicht wurden diese Informationen von UNAIDS, der Unterorganisation der Vereinten Nationen gegen AIDS, in einer Presseerklärung am 10.10.2005. Zugrunde lag eine nationale Untersuchung, die von UNAIDS in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Partnern durchgeführt wurde und Anfang Dezember veröffentlicht werden soll.

Nach unserer Einschätzung stellt neben den HOPE-Projekten von DAPP Zimbabwe und verschiedenen Projekten anderer Akteure das Programm TCE einen bedeutenden Beitrag zur Bekämpfung von HIV/AIDS in Simbabwe dar.

TCE steht für Total Control of the Epidemic und ist ein Programm, das vom Headquarter der internationalen HUMANA People to People Bewegung initiiert wurde und von dort geleitet wird. Ausser in Simbabwe wird es auch in Botswana, Mosambik, Südafrika und Namibia eingesetzt. Mehr als 2,5 Millionen Menschen werden / wurden bisher auf direktem Wege erreicht.

Zur Pressemitteilung von UNAIDS (engl.), Website:  www.unaids.org