Zum Welt-AIDS-Tag 2007

Total Control of the Epidemic (TCE) ist ein groß angelegtes Programm von HUMANA People to People. Es arbeitet mit geographischen Gebieten von jeweils 100.000 Einwohnern. In jedem Gebiet werden 50 sogenannte "Field Officers" für drei Jahre vollzeit eingestellt, die von Tür zu Tür gehen und die Menschen informieren und mobilisieren und helfen, für die Betroffenen Lösungen zu finden. Es wurde im Jahr 2000 gestartet. Inzwischen wurden bzw werden mehr als 6,5 Millionen Menschen erreicht. Länder, die in diesem Jahr neu hinzugekommen sind: Sambia, Malawi, Indien und China.
Hier zuerst die bereits abgeschlossenen Gebiete, dann all die Gebiete, in denen TCE derzeit aktiv ist, dann Details zu diesen Gebieten (neuester Stand per November 2007) und anschließend ein Rundbrief von TCE Nord-Mosambik, ein Bericht von TCE Linxiang, China und ein Bericht aus Zentral-Mosambik.


































































































































































Rundbrief von TCE Nord-Mosambik, Frühjahr 2007


6 neue TCE-Gebiete in Mosambik

300 neue Field Officers in sechs neuen TCE-Gebieten nehmen am 30. April die Arbeit auf. Während der nächsten 3 Jahre gehen die Field Officers von Haus zu Haus, betreiben Bildung und unterstützen ihre Gemeinden darin, sich für den Kampf gegen die AIDS-Epidemie zu organisieren. Die sechs neuen Gebiete erfassen insgesamt 600.000 Menschen in den Provinzen Capo Delgado, Nampula, Zambezia, Manica, Sofala und Maputo.

Corps Commander Michelle Wallace, verantwortlich für die sechs Gebiete, sagte: „Ich denke, die Tür-zu-Tür-Mobilisierung ist eine gute Methode, um die Menschen in die Lage zu versetzen, die Epidemie in den Griff zu kriegen, und ich freue mich darauf, dieses System in allen TCE-Gebieten zu etablieren."

54 Field Officers machen HIV-Tests in Gondola

Am Dienstag, den 13. März, machten 54 Field Officers in Ausbildung und Personal von TCE Gondola in der Provinz Manica HIV-Tests, um ihren Status zu erfahren, also ob sie infiziert sind oder nicht.

In der zweiten Woche ihrer Fortbildung bekamen die Field Officers Besuch von Deputy Corps Commander Fernando Gobe und weiteren Field Officers von TCE Sofala, die mit Unterstützung des Gesundheitsministeriums und der John Hopkins Universität im Beraten und Durchführen von Feld-Tests ausgebildet worden sind.


Über Gondola

Gondola ist ein Distrikt in der Provinz Manica, ungefähr 15 km westlich von Chimoio. Er liegt an der Hauptstraße und an der Eisenbahnverbindung zwischen dem Hafen von Beira und Simbabwe. Gondola wird als Hauptquartier des TCE Corps dienen, das die sechs neuen Gebiete leiten wird. Die TCE-Gebiete um Gondola werden sich von Inchope im Westen bis Cafumpe im Osten erstrecken. Es ist das erste der sechs neuen Gebiete, das die Aufnahme der Field Officers abgeschlossen und das Training begonnen hat.

Einige der Ortsansässigen wurden über die Situation mit HIV/AIDS befragt. Ein Student, der mit seiner Freundin in einem Café saß, sagte, er wäre treu gewesen, also habe er keine Angst vor HIV/AIDS; ferner gab er an, die Menschen würden von den zusätzlichen Informationen des TCE profitieren - besonders in den ländlicheren Gegenden. Ein anderer Mann, der das TCE-Büro besuchte, sagte, die Lage in dieser Gegend sei nicht gut, und er sei dankbar für das angehende TCE-Programm in diesem Gebiet.

Derzeitige Erhebungen von UNAIDS beziffern die HIV-Verbreitung unter den Erwachsenen mit 19%.


HIV-Verbreitung in den Provinzen Mosambiks

Maputo 20.7%
Manica 19.0%
Sofala 26.5%
Zambezia 18.4%
Nampula 9.2%
Cabo Delgado 8.6%

Mosambik insgesamt 15.2%

Quelle: UNAIDS, Gesundheitsministerium von Mosambik


Schulungung der Field Officers

Die Field Officers, die in den Einrichtungen von Telecentro, Gondola, in der Provinz Manica ausgebildet werden, erhielten Besuch von lokalen staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen. Sr. Militao, Direktor der CNCS (Nationaler AIDS-Rat) in Chimoio, gab Kurse über einige der wissenschaftlichen Aspekte um HIV/AIDS. Vertreter der Polizei vom Departement Gondola gaben Kurse über die Gleichberechtigung der Geschlechter und Kindesmissbrauch. Sr. Mafunhe, Präsident von Rede Crista na Luta Contra o HIV/AIDS, (Christliches Netzwerk im Kampf gegen AIDS) und drei andere Funktionäre sprachen über die sozialen Auswirkungen der Epidemie. Die Schulungsleiter wurden gut aufgenommen und leisteten einen maßgeblichen Beitrag am Training der Field Officer.


DC Shepherd berichtet über den Beginn von TCE Gondola
von TCE Devision Commander Shepherd Chimurambe

Der Distrikt Gondola ist die Vorhut der sechs neuen TCE-Gebiete. Das TCE-Personal hier ist von sehr unterschiedlicher Zusammensetzung. Jeder soll mit den nötigen Fertigkeiten ausgestattet werden, um neue TCE-Bereiche in anderen Provinzen aufzubauen. Man kann kaum glauben, dass fünfzehn Leute in einem Haus mit nur drei Schlafzimmern und einem Badezimmer wohnten. Wir mußten uns abwechseln und so früh wie möglich aufstehen, um rechtzeitig mit der Arbeit anfangen zu können.

Unser Beisammensein erleichterte uns die Arbeit. Wir haben uns auf die jeweiligen Aufgaben aufgeteilt - des gab die Rekrutierungscrew, zuständig für die Logistik der Rekrutierung; die "baseline"-crew, zuständig für die Erfassung das Ausgangssituation, und die Beschaffungscrew, zuständig für Einkauf und Verteilung aller für den Start des Programms benötigten Sachen.

Durch gezielte Infomationen über Radio, Plakate und persönliche Gespräche informierten wir die Menschen in dieser Gegend über das neue HIV/AIDS-Programm. Wie immer mußten wir auch den örtlichen Führern das Programm ausführlich präsentieren. Sie begrüßten es und gaben grünes Licht.

Großer Dank gebührt allen SekretärInnen der Ämter, die uns beim Ausstellen der Wohnortsbescheinigungen für die Bewerber, die ihre Lebensläufe einreichen wollten, unterstützten. Derzeit ist das Projekt dabei, 75 Leute zu schulen, die sich für das erste Interview qualifiziert haben. In etwa 3 Wochen erwarten wir, 51 Field Officers zu haben, die dann 3 Jahre lang mit der Gemeinde im Distrikt Gondola arbeiten werden.

Im Sinne des TCE-Programms wollen wir mit allen Menschen in dieser Gegend zusammenarbeiten und zum Ende der drei Jahre sollten alle Menschen hier mit den nötigen Informationen über HIV/AIDS versorgt sein. Wir wollen sehr gern mit allen Interessenvertretern zusammenarbeiten, die sich unermüdlich dafür einsetzen, die Epidemie unter totale Kontrolle zu bekommen.

„Nur die Menschen selber können sich von der Epidemie befreien."


Über TCE

TCE (Total Control of the Epidemic) ist ein 3-Jahres-Programm, in dem es um die Bekämpfung der AIDS-Epidemie und die Kontrolle der Auswirkungen geht. Weitere Infos (auf Englisch) auf www.humana.org/tce


Kurzbericht von TCE Linxiang, China, Frühjahr 2007


TCE steht für Total Control of the Epidemic (HIV/AIDS). TCE ist ein für Afrika entwickeltes Programm, das nun auch in Indien und China läuft. TCE zielt darauf ab, die allgemeine Bevölkerung dahingehend zu mobilisieren, die Kontrolle über die Epidemie zu erlangen. Das bedeutet, dass ein Field Officer von Tür zu Tür geht, um die Menschen dazu zu bewegen, sich testen zu lassen, sie darüber zu informieren, wie man negativ bleibt, und, sollten sie positiv sein, sie zu unterstützen. TCE in Linxiang hat die Arbeit im Februar 2007 aufgenommen.

Ich arbeitete vom 5.-14. Februar im Büro von TCE Linxiang des CDC (Centre for Disease Control and Prevention) im Kreis von Linxiang. Es gab einen sehr warmen Empfang bei TCE. Es war schön, Vance und Dörte wiederzusehen und auch Jimmy aus Simbabwe, der als Spezialkraft hier.
Mein Einsatz begann mit einigen Übersetzungen in mündlicher und schriftlicher Form. Danach teilte man mir mit, für den nächsten Morgen eine dreistündige Unterrichtseinheit vorzubereiten. Ich muss sagen, ohne meine bisherige Erfahrung im YID (Yunnan Institute of Development) hätte ich meine Vorbereitungen sicherlich nicht vor Ende meiner ersten Nacht hier beenden können. Mein Lehrgang für die örtlichen Field Officers stellte sich als gelungen dar, zumindest glaube ich das, und war größtenteils über Ernährung, im speziellen über die 6 Arten von Nährstoffen. Ich verwandte auch einige Minuten dafür, andere Themen, bezogen auf Hygiene, zu präsentieren - Hände waschen und Zähne putzen. Wie wir wissen, ist es wichtig, gesund zu bleiben, und HIV-Infizierte benötigen spezielle Hilfe und Pflege in ihrem täglichen Leben.
In den folgenden Tagen habe ich die angehenden FO´s bei vielen Aktivitäten begleitet; entweder zu regulärem Unterricht oder zum Gruppentreffen. Ich würde gern erwähnen, dass wir alle zum VCT (Voluntary Counseling and Testing - Freiwillige Beratung und Untersuchung) gingen, um uns auf HIV testen zu lassen. Es war für viele von uns mehr als ein Akt des guten Gewissens - ein Versprechen an die zukünftige Arbeit in diesem Gebiet.
Ein weiterer Lehrgang, den ich hielt, war eine Einführung in die neuesten Vorschriften der nationalen HIV/AIDS-Prävention.Vielen Dank für die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Linxiang CDC Beamten; wir bekamen die komplette Ausgabe dieses Gesetzes und konnten jedem Kopien von diesem aushändigen. Ich ging davon aus, dass niemand daran interessiert sein würde, zwei Stunden einen Text mit all diesen juristischen Wörtern lesen zu wollen. So füllte ich den Unterrichtsinhalt mit den wichtigsten Punkten und meiner eigenen Zusammenfassung dieser Gesetzesschrift. Die Unterrichtseinheit war nicht so lustig und unterhaltsam wie jene über Ernährung, aber immer noch ein reichhaltiges Gespräch mit einer Reihe von Notizen, die ich für sie vorbereitet hatte. Ich hoffe, sie konnten die Bedeutung hinter den juristischen Sätzen verstehen.
Mein letzter Tag bei TCE war ein Mix aus hart und leicht - ein planmäßiger Test für die FO´s und später ein großes Abendessen, gefolgt von sowohl der Auswertung als auch einer kleinen Feier hinsichtlich des nahenden Urlaubs. Alles in allem ist alles gut organisiert und jeder hat Spass an der Arbeit.

Geschrieben von Roy, einem indischen Development Instructor


Über den Einsatz bei TCE in Zentral-Mosambik, Ende 2007


Bericht von Development Instructor Chris Tena von den Philippinen an seine Nachfolger.

Einleitung

„Ich freue mich, dass deine Vorbereitungszeit begonnen hat, um für TCE Mosambik ge- wappnet zu sein. Du hast eine gute Entscheidung getroffen, Dich dem Kampf gegen HIV und AIDS im südlichen Afrika zu verschreiben." (Lutz Mocker)

In einem Projekt wie TCE mitzuarbeiten, im engen Kontakt mit den Menschen hier, ist der beste Weg, Deine Arbeit in Mosambik kennen und schätzen zu lernen - denn HIV/AIDS ist, mehr als alles andere, die grösste Herausforderung im Südlichen Afrika, speziell in einem Entwicklungsland wie Mosambik.

Indem wir die Menschen informieren, mobilisieren und befähigen, sich der Pandemie bewusst zu werden, teilen wir ein Gefühl der Identität und gemeinsamen Interessen mit dem Rest der Gemeinschaft. Somit erkennen alle, dass sie als Teil von TCE profitieren können.

Erfolge. Herausforderungen. Ergebnisse. Die Zeit rast - es scheint wie gestern, dass ich mich mit Magenproblemen auf meiner ersten Busfahrt nach Dondo befand. Und doch sind die sechs Monate beinahe schon wieder um, und ich sitze hier und schreibe meinen Abschlussbericht in einem neuen Gebiet, bei TCE Manica.

Ergebnisse

Mein Beitrag zu TCE Sofala entspringt meinem Engagement für die Ziele von TCE bezogen auf das Projekt in Sofala. Herausforderungen gegenüber gestellt, denen ich vor meiner Ankunft nicht gewachsen war, lernte ich, mich anzupassen und Wege zu finden, die sich als nützlich und effektiv herausstellten, solange es sich um die Arbeit in einer internationalen Special Task Force handelt. Ich hebe diese Erfolge hervor als:

UNTERSTÜTZUNG DURCH KURSE

Wöchentlicher HIV/AIDS-Unterricht für Field Officers
Ich glaube, Bildung ist der Schlüssel zur Aufrechterhaltung des Projekts und der Beteiligten (Mitarbeiter/ Kranke/ Benachteiligte/ die Gemeinschaft an sich), auch nach dem Ende des TCE-Programms nach 3 Jahren - die Erfahrung, die die Mosambikaner gemacht haben werden, wird darüber hinaus erhalten bleiben.
Es ist etwas schwierig, ein bestimmtes Thema auszuwählen, während drei oder vier DIs ihrerseits auch Unterricht geben. So habe ich versucht, interessante Diskussionen vorzuberei- ten, in denen sie nicht zum Zuhören gezwungen waren, sondern ihre Gedanken mit einbringen konnten.

* Die Situation mit HIV/AIDS im Südlichen Afrika
* Geschlechtsspezifische Belange und HIV/AIDS
* Soziale Auswirkungen von HIV/AIDS
* Geschichte/ Arten von HIV-Tests
* Das Krankenhaus für Tagesbesuche (Nhamatanda)
* Tag der Offenen Tür mit ATS Nhamatanda
* Männer, Frauen und HIV/AIDS
* HIV/AIDS-Statistik in verschiedenen Regionen der Welt

Computerkurse für die Spezialkräfte

Wenn es eins gibt, was Spezialkräfte benötigen, sind es Computerfertigkeiten. Zunächst für 2007, habe ich zwei Computerkurse durchgeführt, bevor die komplette Gruppe in den Weih- nachtsurlaub ging. Der ursprüngliche Plan für die ersten Wochen in 2007 ließ sich nicht durchführen aufgrund der Pläne, das Team zum Frontline Institute in Simbabwe zu schicken.

Die Gemeinde

Zufällige Besuche in der Gegend (Stadtzentrum/ Metuchira/ Naruchonga/ Xiluvo) beginnen mit Diskussionen über irgendetwas, gefolgt von einer Vorstellung von mir und dem TCE-Projekt. Für gewöhnlich wird daraus eine längere Diskussion, in welcher ich ihre Anliegen aufnehme und bestmöglich beantworte. Zum Ende hin ermutige ich sie, die Informationen weiterzutragen, indem ich ihnen Flyer zum Thema HIV/AIDS aushändige, ab und zu mit Kondom dazu. Dies ist auch ein gutes Training für mein Portugiesisch und ein maßgeblicher Beitrag zur Statistik meiner Truppe. Andere bemerkenswerte Aktivitäten beinhalten u. a. Sex Symposium (Beira International School), Anit-Cholera-Kampagne in Nhamatanda und Bewußtsein für HIV/AIDS, besucht vom Geschäftsführer in Mocorococcho.

Soja Restaurants

Zum Ende des Jahres 2006 übernahm ich zeitweise einen Job in der Kontaktstelle des Soja- Restaurants (POC) für Nhamatanda. Der Besuch vieler Gebiete ließ mich erkennen, wie klein der Fortschritt war, den die Vorgänger durch die Bewirtschaftung der Restaurants gemacht hatten. Wir erstellten ein System, indem wir durch Checklisten, inklusive eines Statusberichts der Restaurants, in wöchentlichen Meetings Berichte zu den jeweiligen Restaurants einholten. Wir disponierten FOs zu verschiedenen Restaurants, besonders zu solchen, die fast stillgelegt waren. Die Nhamatanda Spezialeinheit führte außerdem ständige Besuche in den meisten Restaurants durch, machte entsprechende Vorschläge, damit die Geldmittel auch angemessen eingesetzt werden konnten. Vorschläge wurden auch gemacht, um alle Listen zu aktualisieren (Empfänger/Helfer/Restaurant-Kommitees) und das Erscheinungsbild der meisten Restaurant zu erneuern - wir verteilten behelfsmäßig braunes Papier als Schwarzes Brett (anstatt die Listen in den Lehm zu kritzeln), computergestützte handgeschriebene Notizen / Listen und kreierten Poster über den Nutzen des Händewaschens und Fakten über HIV/AIDS.

MIT DEN MENSCHEN ARBEITEN

Veranstaltungen

Beteiligter sein und Events organisieren bringt sowohl Herausforderung als auch Spass. Anfangs ist es eine Herausforderung, sich an ihren Begriff von Zeit und ihre Sprache zu gewöhnen. Es stellte sich als Vorteil heraus, Portugiesisch und Sena allmählich besser zu verstehen. Gemeinschaftsfeiern, Besuch aus Italien und Angola, Zusammenkünfte im Waisenhaus und in der Gemeinde waren grossartige Gelegenheiten, mit den Einheimischen zusammen zu kommen und zu arbeiten.

Mobilisieren der Gemeinde

Meine Senakenntnisse halfen mir, mich mit den Ehrenamtlichen und den übrigen Einwohnern der Senasprachigen Gegenden wie Macorococcho, Metuchira, Naruchongga und einigen Teilen von Nhama zu verständigen - sie jedoch davon zu überzeugen, getestet zu werden, ist eine andere Geschichte. Da war es sehr hilfreich mit den orts- und sprachkundigen Field Officers.

Fußball-Turnier für TCE Nhamatanda Fußball-Clubs

Sport ist ein guter Katalysator, sowohl die FOs als auch die Gemeinde auf ein gemeinsames Ziel hin zu mobilisieren. Dieses Mal geht es um HIV/AIDS. Sport verbindet, auch bei TCE Nhamatanda. Alle Fliegen werden mit einer Klappe geschlagen: Bewusstsein schaffen für TCE und HIV/AIDS/ Aufrechterhalten verschiedener Clubs/ Mobilisieren der Jugend und der Gemeinde.

ENTWICKELN DAUERHAFTER BEZIEHUNGEN

Das Waisenheim in Naruchongga.
Ein Großteil der Jugend Mosambiks besteht aus Waisen - ob sie nun durch Krieg oder an verschiedenen Krankheiten sterben (speziell HIV/AIDS) - sie sind eine der am meisten gefährdeten Gruppen der mosamikanischen Gesellschaft. Eine solche Gruppe, mit der ich in Verbindung getreten bin, befindet sich an der Grenze von Naruchongga und Metuchira; es war so abgelegen, daß sogar der Field Officer der Gegend niemals vorher dort war. Ein Soja-Empfänger, das Waisenhaus und ich unternahmen eine gemeinsame Aktion zum Aufbau der Quartiere für die Kinder; später stellte ich noch Moskito-Netze und alte Kleidung für die Waisen bereit. Es ist meine einzige Hoffnung, daß der kommende DI die Unterstüt- zung fortsetzt und sich umschaut nach einem potentiellen Einkommen schaffenden Projekt für die Waisen.


Arbeit mit Ehrenamtlichen

Betreiben eines eigenen Fußballclubs und Ünterstützung des Zurück-zur-Schule-Programms von TCE Nhamatanda. Paul ist nur einer von vielen TCE-Ehrenamtlichen, die selbstlos zur Existenz von TCE Nhamatanda beitragen. Verwaist im Alter von 12 Jahren, war er anfangs in einem von der Regierung betriebenem Waisenhaus, bis er schließlich zu einer Familie kam. Jetzt, mit 22, hofft er, bald eine volle Stelle zu finden und einmal ein TCE Field Officer zu werden.

Mosambikaner

Ich habe mich nie so willkommen gefühlt wie hier in Mosambik. Ich bin in entlegene Ge- biete gereist, habe in Lehmhütten gewohnt, Ziegenfleisch gegessen, meine Kenntnis der lokalen Dialeke erweitert. Sie behandeln dich mit solcher Wärme und Bewunderung, nur weil man sie verstehen möchte und Teil ihres Lebens ist.

START VON TCE MANICA

Vom sonnigen Sofala zum milden Chimoio - es war ein Privileg, ein neues Gebiet mit neuen und bekannten Gesichtern in Gondola in Betrieb zu nehmen.
Interessant zu erwähnen ist, dass sich während der grundlegenden Bestandsaufnahme heraus- stellte, dass der Großteil meiner Befragten (in Manica) Grandkenntnisse hatte über HIV/AIDS. Sie kennen auch das GATV und Ospital do Dia, als Zentren, in denen sie getestet werden können - alles zum Vorteil der Arbeit der Division und der Field Officers, die direkt mit der Gemeinde zusammenarbeiten werden.

Herausforderungen

Diese Bereiche repräsentieren wesentliche Herausforderungen während meiner Arbeit dort:

  • Die Gemeinschaft mobilisieren
  • Erwartungen festlegen

    Diese Schwierigkeiten beinhalten klare Lösungen, viele von ihnen wurden während der Wirkungsuntersuchung im letzten Jahr evaluiert.

    Die Gemeinschaft mobilisieren / Effektive Präventivmaßnahmen

    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wurden in Nhamatanda 100.938 Menschen einmal besucht/ registriert; 7.580 auf HIV getestet; es gab 6.424 TCE-Helfer; 102.909 Kondome wurden verteilt... Die Zahlen sprechen für sich und trotzdem muß weiterhin viel getan werden, um die Ziele zu erreichen.

    2006-2007: ATS Nhamatanda (Gesundheitsberatung und -untersuchung) war eine große Hilfe während meiner vielen Besuche in der Gemeinde. Wir werden auch dieses Jahr mit ATS zusammenarbeiten, im folgenden: Unterricht mit den Helfern / Beobachtung und Bewertung der Field Officers Nhamatandas / Unterstützung der HIV-Positiven in und um Nhamatanda / Einbeziehung des nächsten DI in verschiedene HIV/AIDS-Kampagnen - allem wurde bereits zugestimmt bzw. diskutiert, noch bevor ich Manica verlassen habe.

    Erwartungen festlegen

    "Komm mit keinen großen Erwartungen hierher". Das ist nur eine Sache, die angehende DIs sich klarmachen sollten. Ehrlich gesagt war ich sehr dankbar, in besten Quartieren, mit Küchenfrau und Wachpersonal in meinem Einsatzgebiet (Lamego) wohnen zu können... sogar mit BBC-Empfang. Wirtschafte klug, man muß in der Lage sein, das Projekt und dessen Wirtschaftlichkeit im Griff zu haben. Obwohl nicht einfach, ist es lebensnotwendig zu verstehen, wie TCE in Mosambik arbeitet. Im Aussendienst ist es wichtig, herumzukommen und die Sache am Laufen zu halten; es hilft auch, ein gutes Team um sich herum zu haben - auch wenn es nicht immer perfekt läuft. Das ist, was DIs bedenken sollten, wenn sie zum Projekt stoßen. Du willst Afrika helfen und freiwillig tätig sein - verstehe, dass Du mit Men- schen zusammen arbeiten wirst. Entwicklungsarbeit ist nicht so leicht wie es scheint. Das Projekt ist gewaltig - wie ich es erwartet habe, lässt die Kommunikation oft zu wünschen übrig. Darin liegt auch die Chance - DIs, als Teil der Internationalen Spezialtruppe (auf Divisions-Ebene), sind angehalten, Herausforderungen anzunehmen in schwierigen Situationen. In Nhamatanda, zum Beispiel, hatten wir ein Problem mit Fahrrädern, woraus sich die Chance ergab, zu einer Lösung zu gelangen, die es den Field Officers ermöglichte, die besten Fahrräder zu bekommen, die mit dem vorgegebenen Budget zu vereinbaren waren.

    Zusammenfassung

    Das Arbeiten als Development Instructor ist ernüchternd und dennoch belohnend. Es war eine ernüchternde Erfahrung vom Anfang bis zum Ende - und dennoch habe ich mich hier in Afrika zurecht gefunden.

    Jeder denkt TCE ist hart; aus diesem Grund wollte niemand aus meinem Team zu TCE gehen. In der Rückschau muss ich sagen: das ist relativ. Die Arbeit beinhaltete jede Menge Kommunikation, Reisen und Handeln mit der Gemeinde. Daraus ergeben sich auch Vorteile. Abgesehen vom Lernen umgangssprachlichen Senas, änderte sich mein Portugiesisch von Bon Dia zu Tudo Tudo. Das Arbeiten in deinem Gebiet (Nhamatanda) gibt dir auch jede Freiheit, mit allen Teilen der Gesellschaft in Berührung zu kommen - von Waisenhäusern bis Jugendclubs, von Grundschulen bis zur Geschäftswelt war es die beste Art die Gegend kennenzulernen und eine Menge Menschen zu erreichen. Noch wichtiger, ich war stolz, daran mitzuarbeiten, gegen die grausamste Epidemie in einem Gebiet zu kämpfen, das eine der höchsten HIV-Verbreitungsrate der Provinz Sofala hat, einer Provinz, die weitgehend die höchste Konzentration von HIV-Ansteckungen in ganz Mosambik aufweist, in einer Region (dem Südlichen Afrika), die das Epizentrum der globalen HIV/AIDS-Epidemie ist.
    Ich muß gestehen, ich hätte es vom Zeitpunkt her nicht besser treffen können. Obwohl der September der Beginn der heißester Jahreszeit in Mosambik ist, war es andererseits eine Zeit, in die die Ankunft neuer Mitarbeiter fiel, der Besuch von TCE Angola, der Besuch aus Italien, die Vorbereitungen für den Welt-AIDS-Tag, die Wirkungsuntersuchung und persönlicher Erfahrungen wie meine Geburtstagsfeier und verschiedene Ausflüge. Darüber hinaus war es eine Ehre, an der Eröffnung von TCE Manica teilzunehmen, mit Grunduntersuchungen und dem Aufbau des TCE Manica Büros - und dies alles in einem Gebiet mit den wohl schönsten Landschaften und klimatischen Verhältnissen in Mosambik.

    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Development Instructor (DI) zu sein, am DI-Programm teilzunehmen, ist mehr als eine Gegenleistung für einen Raum und ein Bett in einem fremden Land. Es war eine bereichernde Erfahrung - sowohl für mich als auch und für die Menschen, mit denen ich zu tun hatte.