Zum Weltgesundheitstag 2010

Am 7. April wird auf der ganzen Welt Jahr für Jahr der Weltgesundheitstag begangen. Die Weltgesundheitsorganisation erinnert mit diesem Tag an ihre Gründung im Jahr 1948. Sie legt jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz für den Weltgesundheitstag fest. Das Thema für 2010 ist “Gesunde Städte”. Mit der weltweiten Kampagne "1.000 Cities - 1.000 Lives" soll aufgezeigt werden, wie das Leben in Städten, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, gesundheitsförderlicher gestaltet werden kann. Viele Veranstaltungen werden vom 7. bis 11. April organisiert, um die Leute für Urbanisierung und Gesundheit zu sensibilisieren und über die Verbesserung der Lebensbedingungen in den Städten zu informieren.
Das Ziel jedes Weltgesundheitstags ist es dabei, dieses aus der Sicht der WHO vorrangige Gesundheitsproblem ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken. Viele von der WHO vorgegebene Themen, wie z.B. Impfschutz, Ernährung, Maßnahmen des Gesundheitswesens im Katastrophenfall und Familiengesundheit, waren vorrangig den zum Teil dramatischen gesundheitlichen Verhältnissen in Entwicklungsländern gewidmet. Hiermit war der Appell an die Industrieländer verbunden, den ärmeren Ländern durch personelle und finanzielle Unterstützung und in Zusammenarbeit mit der WHO bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen.
Dieser Appell ist eine Verstärkung von den Millenium-Entwicklungszielen, bis zum Jahr 2015 extreme Armut und Hunger zu bekämpfen, die Gesundheitsversorgung von Müttern zu verbessern und HIV/AIDS, Malaria und andere schwere Krankheiten zu verringern.
Aber heute, trotz der Anstrengung vieler Organisationen und vieler Regierungen, sind die Ergebnisse in der Armutsbekämpfung nicht zufrieden stellend. Der Weltgesundheitsbericht von 2008 zeigt nur geringe Verbesserungen und die Lücke zwischen der Dritten Welt und den Industrieländern ist noch riesig. Der Prozentualanteil von unternährten Kindern unter 5 Jahren ist von 27% in 1990 auf 20% in 2005 gefallen, aber Unternährung ist immer noch der Grund von jedem dritten Kindestod. Jedes Jahr sterben noch 536 Millionen Frauen auf Grund von Komplikationen bei der Geburt (99% in der Dritten Welt) und die Kindersterblichkeit ist nur von 12,5 Millionen in 1990 auf 9 Millionen in 2007 gefallen. Erfolge auf dem Gebiet der Kindersterblichkeit lassen sich Sensibilisierungskampagnen und Impfmaßnahmen zuschreiben, ebenso Erfolge auf dem Gebiet von HIV und Malaria.

Total Control of the Epidemic: Jeder Haushalt muss erreicht werden.

In diesen Kontext schaltet sich die Beschäftigung von Humana People to People ein. Humana finanziert in einigen afrikanischen Ländern, in Indien und China Projekte gegen HIV/AIDS,“Total Control of the Epidemic” genannt. Es wird in Gebieten, die jeweils 100.000 Menschen umfassen über eine Zeit von 3 Jahren durchgeführt. Es wird individuelle Beratung angeboten; Ziel ist die Mobilisierung und Sensibilisierung der Menschen für HIV/AIDS. Durch dieses Programm werden die Menschen mit Fähigkeiten, Wissen und Vertrauen ausgerüstet, die notwendig sind, um HIV/AIDS unter Kontrolle zu bringen. Dafür werden pro Gebiet 50 Field Officers rekrutiert und in speziellen Trainings ausgebildet. Aufgabe der Field Officers ist es, mit den Leuten im Dialog zu stehen und Netzwerke zu bilden, die persönliche Barrieren zum Thema HIV abbauen. Durch das Engagement jeder einzelnen Person in Kooperation mit bestehenden Infrastrukturen und der ganzen Gemeinde findet TCE wichtige Verknüpfungen mit staatlichen Interventionen auf nationaler und lokaler Ebene.
Ein anderes Projekt von Humana ist HOPE. Dieses Projekt unterstützt Menschen mit HIV. Die HOPE Center sind Ausgangpunkt für viele unterschiedliche Aktivitäten, wie VCT (voluntary councellig and testing - freiwilliger Test und Beratung), Clubs für positives Leben, Unterricht über häusliche Pflege, Ernährung und alles notwendige zur Bekämpfung und Kontrolle von HIV/AIDS, sowie dem Umgang mit der Krankheit.
Auch das Kinderhilfeprogramm hat u.a. das Ziel, die Gesundheitsbedingungen der Kinder und der ganzen Familie zu verbessern. Dieses Programm dient ebenfalls der Stärkung der ganzen Gemeinschaft. Die Familien werden zusammengebracht, um sich mit Themen wie Gesundheit, Hygiene, Einkommen, Ausbildung, Umweltbewusstsein und somit besseren Möglichkeiten für ihre Kinder gemeinsam zu beschäftigen.

Eine wichtige Aufgabe: Kondome bekannt machen. Namibia, 2007.