Nayla schreibt aus China


HUMANA fördert die Entwicklung nicht nur in Afrika. Auch in China gibt es viel Armut; es gibt Provinzen, deren Bevölkerung vom Wirtschaftsboom der letzten Jahre nicht profitiert, sondern deren Situation sich teilweise verschlimmert hat. HUMANA People to People hat in der Provinz Yunnan das "Yunnan Institut of Development" (YID) mitgegründet, das Freiwillige trainiert und in Projekten in den Bereichen Bildung, Gesundheit und AIDS-Prävention einsetzt.

Hi! Ich heisse Nayla Abou-Khalil und ich bin Mitglied des September-Teams 2006 am Yunnan Institute of Development (YID). Meine Mutter ist Deutsche, ich bin in Deutschland aufgewachsen; mein Vater jedoch ist Libanese, wie mein Name möglicherweise verrät. Mit 19 Jahren bin ich zwar das jüngste Teammitglied, aber das ist kein Problem.

Als ich im Internet über das YID las, war ich mir sofort darüber klar, dass ich nach dem Abitur dorthin wollte. China, mit seiner vielfältigen Kultur und interessanten Geschichte, hatte mich immer fasziniert. Yunnan, mit den grünen Hügeln, der lebendigen Natur und der ethnisch vielfältigen Bevölkerung, verhieß ein wunderschöner Ort zu sein. Noch wichtiger jedoch war, dass ich entschieden hatte, in Zukunft im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu arbeiten. Im YID würde ich nicht nur fünf Monate Praxiserfahrung gewinnen, sondern auch ein fünfmonatiges Training absolvieren und im gleichen Atemzug Chinesisch lernen.

Bisher hat das YID meine Erwartungen mehr als erfüllt. Ich habe Freundschaften mit MEnschen aus der ganzen Welt geschlossen und in der Projektarbeit wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ob Arbeit auf dem Feld oder auf der Baustelle, ob Unterricht in der Vorschule oder Gesprächsrunden mit den Dorfbewohnern... Es gibt immer etwas zu tun, Langweile ist unbekannt. Manchmal möchte ich soviel tun, dass ich meine, kaum genug Zeit zum Essen und Schlafen zu finden!

Unter anderem habe ich mit meinem Team vom YID bisher einen Spendenaufruf im örtlichen Wal-MArt organisiert und dort eine Tanzperformance choreographiert. Ich habe Englisch in der Mittelschule unterrichtet und um Werbung zu machen und Spenden zu sammeln eine Kartenserie mit Bildern der Kinder am Projekt gedruckt. Ich habe einen Artikel in unserem High-School Magazin veröffentlicht und in Schulen Kurse über HIV/AIDS gegeben... Gegenwärtig möchte ich Spenden für einen Kulturraum für die Menschen in Wabaiguo sammeln, der vom YID gebaut werden soll. Wabaiguo ist eine Ortschaft im Projektbezirk Xinhua, wo ich ab Februar 2007 als DI (Volontär in der Entwicklungszusammenarbeit) arbeiten werde.

Nach dem Ende meines Volontariats bei dem YID möchte ich in London Politik und Entwicklung studieren, denn eines ist sicher: Ich werde weiter in der Entwicklungshilfe arbeiten und - ganz bestimmt - nach China zurückkehren.

Hier Naylas Spendenaufruf mit Bildern (4 Seiten). Wenn Sie spenden möchten, können Sie das über unseren Verein HUMANA People to People Deutschland e.V. tun, wir leiten die Spenden dann weiter nach China.

Download

  • Spendenaufruf: Ein Kulturhaus für Wabaiguo! (pdf, 3 MB)