Johnny Mary schreibt über seinen Einsatz in Indien

Johnny Mary ist aus Frankreich, hat aber auch in Österreich studiert. Er war als Development Instructor an HUMANA People to People Projekten in Indien und Botswana. Über seinen Einsatz in Indien schreibt er:

"Ich war in Panipat, nahe Neu-Delhi, wo HUMANA People to People sich sehr aktiv für die Rechte von Kindern einsetzt. In dieser armen Gegend muss die ganze Familie arbeiten, um ein bisschen Geld zu verdienen. Die Frauen sind gezwungen, ihre Kinder mit zur Arbeit zu nehmen. Die ganz kleinen Kinder spielen mit ihren Geschwis-tern oder mit den Kindern der anderen Arbeiterinnen in den Fabriken. Die älteren Kinder arbeiten.

HPP Indien bekämpft die Kinderarbeit mit Schulen

HUMANA People to People hat Schulen für diese Kinder in der Region eingerichtet. Kinderarbeit ist in Indien verboten, daher arbeitet HUMANA intensiv mit den örtlichen Behörden zusammen. Die Lehrkräfte gehen in die Fabriken und entdecken oft arbeitende Kinder. Zunächst versuchen sie, die Besitzer und Eltern davon zu überzeugen, die Kinder in die HUMANA-Schulen zu schicken. Wenn der Besitzer sich weigert, greift auch mal die Polizei ein. Die HUMANA-Schule gibt den Kindern die nötige Ausbildung, die sie bisher versäumt haben, damit sie danach in staatliche Schulen gehen können. In den HPP-Schulen sind die Kinder glücklich und genießen eine Freiheit, die ihnen zuvor verweigert wurde.

Wie ich mich als Freiwilliger fühlte

Panipat ist eine kleine Stadt, in der so viele Dinge passieren. Ich konnte mit den HUMANA-Mitarbeitern durch die Straßen laufen und Einheimische treffen. Manche kannten HUMANA, andere nicht.
Viele Menschen kämpfen gemeinsam mit HUMANA gegen die Kinderarbeit. Diese Leute kennenzulernen war für mich sehr inspirierend. Sie waren freundlich und sprachen offen über die oft schwierigen Lebensbedingungen.
Die Ärmsten, die mit ihren Kindern unterbezahlte Jobs haben, waren ebenfalls offen für Diskussionen und sind sich der Arbeit von HUMANA bewusst. Sie möchten, dass sich die Situation ändert und hoffen das Beste für ihre Kinder. Wir haben auch eine Fabrik besucht, in der die Eigentümer mit HUMANA kooperieren, um keine Kinder mehr einstellen zu müssen. Sie sind zwar immer noch auf Profit aus und beschäftigen Frauen fünfmal billiger als Männer, aber die Veränderung erfolgt in kleinen Schritten und ich war froh zu sehen, dass HUMANA einer der Initiatoren hierfür ist."