Welt-Malariatag 2020: Malaria darf nicht in Vergessenheit geraten!

Am 25. April ist Weltmalariatag! So wurde auch dieses Jahr mit diesem Tag wieder daran erinnert, dass der Kampf gegen Malaria weitergehen muss. Dieses Jahr befinden wir uns in einer besonderen Situation: Die Welt kämpft gegen die Ausbreitung des Virus Covid-19. Dieser wird auch viele Länder mit hohem Malariarisiko stark angreifen und dort bekämpft werden müssen. Doch trotz allem darf der Kampf gegen Malaria in diesen Regionen nicht untergehen, alle Bemühungen gegen Malaria müssen aufrechterhalten werden.

Malaria - eine tödliche, aber vermeidbare Krankheit. Die Ausbreitung kann durch simple Präventionsmaßnahmen gestoppt und Menschen können von Malaria geheilt werden. Trotzdem waren allein im Jahre 2018 weltweit 228 Millionen Menschen von der Krankheit betroffen. Vor allem in Afrika südlich der Sahara besteht ein hohes Risiko einer Malariainfektion, welche für Säuglinge und Kinder unter fünf Jahren oft tödlich ausgeht. So sind weltweit zwei Drittel der Toten durch Malaria Kinder.

Doch glücklicherweise kann dieser Krankheit mit einfachen Mitteln vorgebeugt werden, sie kann geheilt und eliminiert werden. Malaria wird durch die Anopheles-Mücke übertragen, die vor allem nachts aktiv ist. Um sich vor den Stichen der Mücken zu schützen, ist es sehr effektiv unter einem Moskitonetz zu schlafen. Kommt es doch zu einer Infektion, kann diese durch einen einfachen Schnelltest nachgewiesen und mit Anti-Malaria-Tabletten geheilt werden. Zwischen den Jahren 2000 und 2014 wurden viele Fortschritte im Kampf gegen Malaria gemacht: Die Zahl der Toten hat sich seitdem fast halbiert. Doch seitdem haben sich die Zahlen wenig verändert, daher liegt noch viel Arbeit vor uns, um diese Krankheit endgültig zu besiegen.

Humana People to People engagiert sich in vielen afrikanischen Ländern mit hohen Fallzahlen für Malaria, um die Einheimischen im Kampf gegen Malaria zu unterstützen. Dabei geht es vor allem darum der lokalen Bevölkerung Maßnahmen gegen Malaria anzubieten, sowohl für die Prävention und auch für die Heilung der Krankheit.

Um verstärkt auf Malaria aufmerksam zu machen, organisieren Gesundheitshelfer und Freiwillige verschiedene Aktionen in den Dorfgemeinschaften. Dafür gehen sie unter anderem von Haus zu Haus, in Schulen oder zu Zusammenkünften in den Dörfern. Sie unterrichten die Bevölkerung darin wie man sich vor Malaria schützen kann und was im Ernstfall gegen die Krankheit getan werden kann.

Außerdem werden Moskitonetze verteilt, denn bei der Hälfte der von Malaria bedrohten Bevölkerung sind keine Netze und somit kein Schutz vor der Krankheit vorhanden. Die Netze werden vor allem an schwangere Frauen und Kinder gegeben, da sie die größte Risikogruppe darstellen. Zudem werden Schnelltests für Malaria durchgeführt und bei positiven Ergebnissen wird dafür gesorgt, dass die Patienten im nächsten Gesundheitszentrum Hilfe bekommen.

Durch diese Maßnahmen hat es Humana People to People geschafft, im Jahre 2019 mehr als 2.3 Millionen Einheimische über Malariamaßnahmen zu informieren und 420.000 Menschen zu testen.
Das größte Projekt für Malariaprävention befindet sich in Mosambik, wo mehr als 1.3 Millionen Menschen in stark von Malaria betroffenen Communities geholfen wird. Auch in Südafrika gibt es drei Kinderhilfsprojekte, welche das Ziel haben Malaria in dieser Region komplett auszurotten, indem das Brüten der weiblichen Anopholes-Mücke verhindert wird, da diese die Krankheit überträgt.

Weitere Hilfsprojekte befinden sich im Kongo, Sambia, Botswana, Zimbabwe, Guinea Bissau, Malawi, Namibia und Angola.Humana People to People ist Teil der Southern Africa Malaria Elimination Intivitative 8, auch E8 genannt. ADPP Angola wirkt in dieser Initiative mit, indem die Organisation Schnelltests durchgeführt. So konnte bei 8100 Menschen durch den Test Malaria festgestellt werden. Die Organisation hat anschließend dafür gesorgt, dass die Patienten behandelt werden konnten.

Der Kampf gegen Malaria ist ein fester Bestandteil der Humana People to People Projekte zum Thema Gesundheit. Auch viele andere Projekte, zum Beispiel im Bereich des nachhaltigen Anbaus und Entwicklung in ländlichen Gebieten, sind Teil der Malariaprävention.

Humana People to People trägt dazu bei, das nachhaltige Entwicklungsziel der UNO, Malaria bis 2030 zu eliminieren, zu erreichen. Trotz der COVID-19 Pandemie ist es wichtig, am Ball zu bleiben, um dieses Ziel Wirklichkeit werden zu lassen. Gerade jetzt ist Hilfe und Unterstützung im Kampf gegen Malaria dringend notwendig.